albmagazin Dezember/Januar 2018/19 - page 8

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Kunst und Kultur
WINTERLINGEN
s ischt wie
s ischd“ am 12.01.2019 in der Kleinkunstbühne
L
ieder undTexte von
Evelin Nolle-Rieder,
am Piano und der Gi-
tarre Petra Pfaff-Fellin-
ger. Midda im Leaba
ischt d
´
Hälfte scho
rum. Eine Erkenntnis,
die den Blick auf Ver-
gangenes schärft und
den Mut macht, man-
ches zu sagen, was frau sich früher nicht getraut hätte. Denn wer
d Hälfte scho rumhat, der kann nicht mehr so viel verlieren. Jenseits
der 40 stürzt sich die Schwäbin in den ersten und absolut ernsthaften
Versuch Bilanz zu ziehen und sie fragt sich: „Was kommt noch?
Außer Hitzewallungen, Cellulitis und Krampfadern?“. Nachdenkliche
und heitere Rückblicke und Einblicke auf „des wie
´
s ischd“ machen
Laune auf die humorvollen Ausblicke auf das weitere Leben und
die lachhaften Einsichten einer kurz- und alterssichtigen Frau.
Eigene Lieder und Chansons wechseln mit Erzählungen mitten aus
dem Leben. Dabei werden schwierige Themen und auch die Politik
nicht ausgelassen und der Zuschauer so auf eine Achterbahnfahrt
der Gefühlemitgenommen, die neben nachdenklichen Stimmungen
auch viel Platz und Raum lässt für alle Arten des Lachens.
Beginn: 20 Uhr | Einlass: 19 Uhr | AK: 16 Euro | VVK: 14 Euro | Kleinkunstbühne K3
e.V., Wilhelm-Bihler-Straße 4 | 72474 Winterlingen |
WINTERLINGEN
Konstantin Schmidt – „Mit den Waffen meiner Frau“ am 19.01.2019 in der Kleinkunstbühne K3
W
enn Konstantin
Schmidt nach
Winterlingen kommt,
wird eswieder Schmid-
ternacht: harmonisch,
heiter, hintergründig.
Ein Diplom-Ingenieur,
seine Ehefrau, seinVor-
gesetzter, eineControl-
lerin, ein Musiker und
ein Schauspieler – das alles in einer Person, auf einer Bühne, an
einemAbend.KonstantinSchmidt ist einkleinesMulti-Talent: Konstantin
Schmidt konstruiert Lieder, wie andere schnittige Autos. Er spielt
Klavier so mühelos, wie Ihre Kfz-Werkstatt den Auspuff wechselt.
Doch auch er hat Sorgen und er erzählt uns davon: zu enge Fristen
in der Firma, einen aufgeblasenen Chef, und eine hyper-korrekte
Kollegin, die ihmpermanent reinredet. Zum Glück ist da aber noch
seine Frau zu Hause. Die gibt ihm mit ihrem klaren, weiblichen
Verstand praktische Tipps für den Kampf um die Karriere. Schade
nur, dass ihr weiblicher Verstand aussetzt, sobald TV-Modepapst
Guido Maria Kretschmer auf Sendung geht. Konstantin Schmidt
ist Preisträger des 1. Heidelberger Chanson-Salon 2011 des
Potsdamer Chansonfestivals 2012.
Beginn: 20 Uhr | Einlass: 19 Uhr | AK: 16 Euro | VVK: 14 Euro | Kleinkunstbühne K3
e.V., Wilhelm-Bihler-Straße 4 | 72474 Winterlingen |
Foto: Arno Kohlem
WINTERLINGEN
„Mädchen wie die“ von Evan Placey – am 06.12.2018 in der Kleinkunstbühne K3
M
itten in der Ge-
schichtsstunde,als
die Lehreringerade über
dasWahlrechtderFrauen
spricht und diemeisten
Schülerinnen langsam
wegdösen,wird es heller
im Klassenzimmer der
Mädchenschule St. He-
lens.DieHandys blinken
auf, es brummt und piept, alle Blicke wandern auf die Smartphones:
einNacktfoto ist zu sehen, ein Foto der Mitschülerin Scarlett. Schnell
sindallewach,eswirdweitergeleitet undgeteilt,dieNeuigkeit verbreitet
sichwie ein Lauffeuer und innerhalbSekunden ist die gesamteSchule
eingeweiht.AnstattmitScarlett zusprechen,werdenschnellVermutungen
undGerüchte über sie verbreitet. EvanPlacey beschreibtmit direkten
und ehrlichenWorten, wie grausamKinder und Jugendliche werden,
wenn sie sich zu einer Gruppe formieren und ein gemeinsamesOpfer
gefunden haben. Placey stellt vier Frauengenerationen und die
Verhältnisse, gegen die sie ankämpfen, in denVordergrund. Ermacht
schonungslos deutlich,dass dieKinder derer,die auf dieStraßen zogen
undsichfürdasWahlrechtderFraueinsetzten,diesesGemeinschaftsgefühl
und die Stärke, füreinander einzutreten, verloren haben.
Beginn: 20 Uhr | Einlass: 19 Uhr | Kleinkunstbühne K3 e.V. | Wilhelm-Bihler-Straße 4
72474 Winterlingen |
Foto: K3
ULM
Urban Priol – TILT! Jahresrückblick 2018 am 08.12.2018 um 20 Uhr im CCU Ulm Einsteinsaal
L
ustvoll seziert Urban
Priol diegesellschafts-
politischen Ereignisse
des vergangenenJahres,
stellt wahnwitzige Ver-
knüpfungen her und
deckt verblüffende Hin-
tergründeauf.Dawerden
dieWinkelzügederMäch-
tigenundReichenentlarvt
und so manch doppel-
züngige Scheinheiligkeit aufgedeckt. Gleichgültig ob er über die In-
nen- oder Außenpolitik sinniert,mit seinemFußballclub fiebert oder
sich kopfschüttelnd über dieAuswüchse des Kapitalismus wundert
–kaumein relevantesThema des vergangenenJahres bleibt unberührt.
Unterstrichen werden die rasanten sprachgewaltigenAusführungen
durch sein ausgeprägtes schauspielerisches und parodistisches
Können, denn seit seiner Studienzeit frönt Urban Priol der Lust am
Theaterspiel. Mit wem könnte das mehr Spaßmachen als mit dem
Urvogel des satirischen Jahresrückblicks?
Beginn: 20 Uhr | Tickets:
1,2,3,4,5,6,7 9,10,11,12,13,14,15,16,17,18,...88
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