albmagazin Februar 2019 - page 7

Kunst und Kultur
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BALINGEN
Mythos Coco am 15.03.2019 in der Stadthalle
C
horeograph Peter
Breuer widmet sich
in seinembejubelten bio
graphischen Handlungs
ballett demMythos einer
Frau, die die Modewelt
revolutioniert, die Kunst
welt ihrer Zeit inspiriert
und sich selbst schon zu
Lebzeiten zu einer Le
gende gemacht hat. Als
Coco Chanel 1954 in Salzburg Urlaub macht, inspiriert sie ein
junger Liftboy in einem kurzen Trachtenjanker zu ihrem wohl be
kanntesten Kleidungsstück der klassischen Chanel Jacke. So
zumindest erzählt es die Marken Historie und die Geschichte
passt zu Coco Chanels Bemühen, schon zu Lebzeiten Mythen
über sich aufzubauen.
1909 gründet die früh verwaiste Gabrielle »Coco« Chanel, die
immer neue Geschichten über ihre Herkunft in Umlauf bringt, ein
Hutatelier in Paris. Mode entwirft sie in dieser Zeit nur für sich
selbst und ihre Freundinnen. Was für sie zählt, sind Geradlinigkeit
und natürliche Bewegungsfreiheit. Sie lässt sich die Haare
abschneiden und trägt Hosen revolutionär für die damalige Zeit
und erfolgreich.
Beginn: 19.30 Uhr | Einlass: 13.30 Uhr | Eintritt: 28,50 – 36,50 Euro | Stadthalle Balingen
Hirschbergstraße 38 | 72336 Balingen |
© Christina Canaval, Salzburger Landestheater
PFULLENDORF
Bildvortrag am 06.02.2019 in der Linzgau Buchhandlung
E
ine Buchvorstellung
und Zeitreise in das
New York des Jahres
1928. Geschichten und
Briefe gelesen vomAutor
Ulrich Balß sowie histo
rische Fotos aus dem
NewYork.Tagebuchbriefe
eines Deutschen in New
York auf der Suche nach
einemneuen Leben. Über
100 Briefe verfasste Theodor Trampler in den 15 Monaten in New
York, an seine Frau zu Hause in Leipzig.
Als Buchbinder und Fotograf mit eigenem Fahrrad in New York
unterwegs, hinterließ Trampler ein herausragendes Dokument der
Zeitgeschichte, einer Geschichte vonArbeitslosigkeit und Hoffnung.
Er dokumentierte und bewahrte all dies und jetzt 90Jahre später ist
daraus ein Buch entstanden, kombiniert mit New York Fotos von
heute, einer Gegenüberstellung vonOrten undZeit. Er selbst arbeitete
als Buchbinder in Downtown Manhattan und wohnte in der 196.
Straße bei einemJugendfreund aus Leipzig.DasBuch ist ein einmaliges
Zeitzeugnis aus den Jahren 1928/29mit historischen und neuen ge
genübergestellten Fotos von heute. Die Kombination aus Briefen,
Fotos und Musik gibt es so bisher nicht auf dem deutschen Markt.
Eintritt frei | 88630 Pfullendorf | Rossmarktgasse 1 | Tel. 07552 8160
EHINGEN
Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus am 19.03.2019
D
ermeisterhafte
Puppenspieler
NikolausHabjanund
die gefeierteMusic
banda Franui mit
Osttiroler Wurzeln
präsentieren am
Dienstag, 19. März
einen ganz beson
deren Musikthea
terabend um19.30
Uhr in der Linden
halle in Ehingen. Im
Zusammenspiel von
Musik,Wort und Puppe wird der Figur desWanderers nachgespürt:
einer gleichermaßen bewunderten wie gehassten Symbolfigur, die
alles hinter sich lässt, um sich auf die Suche zu begeben, ohne das
Ziel der Wanderung auch nur zu erahnen.
Ein Sinnsuchender, der bei Franz Schubert „vom Gebirge her“
kommt, wie man weiß, und bei Robert Walser zwischen den Zeilen
seines Bleistiftgebietes hervorlugt: „Ich soll mich finden, sagt mir
das Gestirn. Mich finden?Müsst’ ich damich nicht vorher verlieren?“
Ein Abend voll musikalischer Tiefe und theatralischer Wucht.
Stadt Ehingen Kulturamt | Spitalstr. 30 | Tel. 07391 503503
und
© Julia Stix
EHINGEN
Faust I – in der Lindenhalle am 21.03.2019
D
ie „Faust“ Tra
gödie ist einer
der großen Versu
che, die Welt mit
den Mitteln des
Theaters zu verste
hen. Sie ist Goethes
Lebenswerk, in dem
er sich über 60Jah
re lang mit unserer
Geschichte und Le
bensweise ausein
andergesetzt hat. Faust ist ein moderner Mensch voller Ungeduld
und Ruhelosigkeit, mit einem Riesenhunger nach mehr und immer
mehr. Alles hat Faust schon versucht: Er hat Bücher gewälzt,
Geister beschworen und mit Selbstmordgedanken gespielt. Die
Unzulänglichkeit des eigenen Denkens und die Beschränktheit
seiner Mitarbeiter bringen ihn zur Verzweiflung. Da kommt der
Teufel gerade recht, der verspricht, ihn aus seiner Misere zu erlösen.
Faust ist sich sicher, dass auch Mephisto seinen Wissensdurst
und seine Erlebnissucht nicht restlos befriedigen kann. Er schließt
mit ihmeinen Pakt, der verhängnisvoll ist. Denn auf der rücksichtslosen
Suche nach Genuss und Lust, nach Selbstverwirklichung und
Selbstbefreiung bleiben nicht nur die „kleinen Leute“ auf der
Strecke, sondern auch das Heiligste: die Liebe.
Stadt Ehingen Kulturamt | Spitalstr. 30 | Tel. 07391 503503
und
© Tobias Metz
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